Verfasst von: Dennis | 5. August 2008

Tag 36: Mit dem Zug von Ctydencka nach Ilychevks und raus aufs schwarze Meer

Aufstehen um 5.00 Uhr, da unsere Bahn bereits um 7.08 Richtung Odessa fährt. Hier wollen wir nur eben ins Internet und das erste Paket mit unnötigen Sachen heim schicken (ja, war ja klar). Aber mit mal eben schicken ist nicht. Nachdem uns die erste Postfiliale mit einem übertragenen „Aber doch nicht hier!“ wegschickt und die andere sich recht gut versteckt hatte, aber sich aber schlussendlich nicht dauerhaft vor mir verbergen konnte, beginnt der Horror. Ich verbringe knapp 2 Stunden auf der Post wo, die Damen mit immer wieder neuen Schikanen aufwarten, wann immer ich ihre letzte Aufgabenstellung gelöst zu haben glaube. Leider muss immer alles in Dreifacher Ausfertigung und einzeln gewogen und und und … ich kann nicht mehr. Wenn mich einer vor die Wahl stellen würde die Lohnsteuer der letzten 3 Jahre (mit Studium und langem Arbeitsweg und allem pipapo) nochmal zu machen oder ein weiteres Paket aus der Ukraine zu verschicken, dann wüsste ich genau was ich täte. Nachdem ich mit all dem endlich durch war lief eigentlich alles ganz gut nach Plan. Zurück zum Internetcafé Sina abholen, Marshrutka (Minibus) zum Bahnhof und von dort aus Bus Richtung Faehre in Ilychevks. Dort werden wir mit ein paar anderen Travellern, einer nervigen Jugendreisegruppe, die bei der Grenzkontrolle auch noch vorgelassen wird (hier sind sicher ein zwei Kisten Bier für die Zöllner raus gesprungen) und einer Menge Trucker in einen kleinen stickigen Warteraum gesperrt und dort gut 2 Stunden festgehalten. Eingecheckt sind wir schon, nur weiter geht es nicht. Letztendlich dann aber doch und kurze Zeit später sind wir auch tatsächlich auf der Greifswald (Deutsches Schiff, das früher in Rostock registriert war, die die etwas erhabenen Buchstaben, die nun weiß überstrichen und mit dem neuen Standort Batumi (Georgien) überschrieben sind. Von unserer Kabine, die wir um 17.15 Uhr betreten, sind wir echt angetan. Tolles Badezimmer. Alles Sauber und es gibt sogar Handtücher und Seife. Wie im Hotel. Man ist ja keinen Luxus mehr gewohnt ;-). Von 18.30 bis 19.00 Uhr gibt es Abendessen und wir nutzen die Zeit bis dahin zum Duschen. Nach dem essen gönnen wir uns noch ein Bier mit den deutschen Mädels die wir im Warteraum kennen gelernt haben und ziehen uns dann gegen 22.00 Uhr in unsere Kabine zurück. Morgen ist schließlich um 7.30 aufstehen angesagt. Man will ja nicht das Fruehstueck verpassen (8.00 bis 8.30). Das Ablegen der Fähre werden wir dadurch zwar nicht mehr mitbekommen, aber es ist für 23.00 Uhr geplant und nach neuesten Voraussagen nicht vor 0.00 Uhr zu erwarten.

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