Verfasst von: Dennis | 6. Oktober 2008

Tag 98: Über den Irkeshtam Pass nach Kashgar

Wecker um 5.30 Uhr. Frühstück um 6.00 Uhr. Aufbruch um 6.30 Uhr. Es ist kalt, da wir hier schon wieder auf einer ganz beachtlichen höhe sind. Die Jeeps laufen draußen schon war während wir noch drinnen sitzten und essen. Dann geht es los. Die Schotterpiste die anfangs noch ganz gut befahrbar ist wir schlechter und schlechter. Immer wieder weichen die Fahrer auf Nebenstrecken aus, die sich in immer größerer Zahl ihren Weg neben der eigentlichen Straße suchen. Dadurch entstehen immer mehr Wege und immer mehr werden durch Erosion zu Buckelpisten. Ein endloses Spiel. Es sei den die Chinesische Baufirma die die Straße zwischen Osh und Sari Tash baut wird auch hier tätig werden. Wünschenswert wäre es. Doch die üble Straßenlage findet in dem Moment ein jähes ende, als wir den ersten Kirgisischen Vorposten des Passes und eine offensichtlich von den Chinesen gebaute brandneue Asphaltstraße beginnt. Allererste Sahne! Doch nach etwa 3km der Schreck: Eine ca 50 cm hohe Auffaltung im Asphalt. Frisch! Erst wenige Stunden alt und erst von wenigen drüber- oder drumherum gefahrenen LKW passierbar gemacht. Und dabei bleibt es nicht immer häufiger kräuselt sich der Straßenbelag zu hohen Barrieren. Aber nach ca 600m dann das Schlimmste: Ein Dorf in dem das Beben kein Haus stehen gelassen hat. Die Menschen fliehen in Richtung Grenzstation und auch unser Jeep ist schnell voll von Menschen die nicht ein noch aus wissen. Wir sind tief betroffen. Aufgrund des Erdbebens und der unklaren Situation haben die Chinesen direkt mal die Grenze geschlossen gelassen und es ist unklar wann sich das ändern wird. So beginnt das Warten. Nach ca 5 oder 6 stunden im Wind (keiner traut sich zum Unterstellen in die Häuser wegen der noch anhaltenden Nachbeben) werden wir von den kirgisischen Grenzern dann Richtung China weiter gelassen und in einen Schlaf-Reisebus gesetzt der uns bis zum chinesischen Posten mitnehmen muß (7km weiter). Praktischerweise verhandeln wir mit dem Fahrer auch gleich daß er uns bis nach Kashgar mitnehmen soll. Für 10$ pro Nase. Er will zwar 30$ läßt sich aber im Endeffekt darauf ein, was uns sehr überrascht, als wir feststellen, daß Kashgar noch 250km entfernt ist und nicht wie wir dachten 80km. So kommen wir gegen 20.00 Uhr Chinesischer Zeit nach genau 9 Stunden an der Grenze los und gegen 2.00 Uhr Nachts in Kashgar an, wo wir uns direkt im Hotel am internationalen Busbahnhof einmieten. Mit etwas Verhandeln seitens Magnus für einen ganz vernünftigen Preis (6,00 EUR fürs Doppelzimmer).

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