Verfasst von: Dennis | 22. Juli 2008

Tag 22: Immer noch Irgendwo in den Karpaten

Da die Scouts heute sinnvollerweise den wiedergefunden Weg mit Klopapier markiert haben geht es dieses mal gut voran und wir finden schnell in ein kleines verlassenes Gebirgsdorf und von hier aus kennt sich Bogdan auch prima aus. Leider ist es sehr nebelig und der immer dichter werdende Nebel schwenkt in genau dem Moment in Dauerregen gepaart mit Wind um als wir den Gipfel oder vielmehr den Grat erreichen. Es ist eine viele Kilometer lange Gebirgskette auf der wir sicher bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen einen tollen Ausblick und einen tollen Wandertag gehabt hätte. Aber nicht bei 8 Grad, Dauerregen und Wind. Nach 4 oder 5 Stunden sind wir so nach dass ich es den Aufwand nicht mehr wert ist um die Pfützen herum zu gehen. Nasser als nass geht halt nicht. Nun stoßen wir auf eine weitere Gruppe verrückter und beraten gemeinsam wie dieser Situation zu entkommen ist. Da diese uns entgegenkommen, haben wir nun Wissen ueber die Situation in beiden Richtungen zur Hand und beschließen den seitlichen Abstieg in Richtung eines Dorfes in der Nähe und den Verzicht auf eine weitere Nacht in dieser Hölle. Dort angekommen kehren wir erstmal in einer kleinen Kneipe ein, die sonst wohl nur Wodka an die Bauarbeiter verkauft, die hier dabei sind diesen Ort erst entstehen zu lassen. Nach einer Stunde, als bereits angedacht wurde die letzten 10 km im Regen anzutreten, schlage ich vor ein Taxi zu rufen oder die Bauarbeiter zu fragen ob sie uns auf dem LKW ins Dorf fahren können. Im Endeffekt Ruft uns die Wirtin ein Spezialtaxi, das mit der vor uns liegenden Straße klar kommt und Platz für uns 9 bietet. So kommen am Bahnhof an. 3 min bevor der Zug fährt! Was ein Timing! Gegen 12 uhr nachts sind wir wieder in Kolomyja und Bogdan hat für sich, Yura und uns arrangiert, das wir im Gymnasium von Kolomyja, wo sein Vater Direktor ist, übernachten können. So steigen wir dort gegen 1.00 Uhr nach einer Runde Volleyball Deutschland gegen die Ukraine welche die Ukraine mit 19:21 knapp gewinnt, müde aber am leben in unsere Schlafsäcke.

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